Beijing

OLYMPUS DIGITAL CAMERAAls wir aus dem Flieger ausgestiegen sind, konnten wir es kaum fassen, dass wir wirklich in Beijing gelandet sind. Nachdem wir Geld aus dem Geldautomaten am Flughafen erfolgreich gezogen haben und uns ein Taxi zugewiesen wurde, waren wir nun auf dem Weg zu meiner Cousine, mitten ins Zentrum von Beijing. Bei den Vorgesprächen meinte sie nur, dass ein Taxi sehr günstig in Beijing sei – es koste nicht mehr als 20-30 RMB – das haben wir uns behalten. Man sollte auch immer schön auf die Taxameter achten, dass sie eingeschaltet sei und vor allem, dass man die Adresse nicht nur auf Englisch hätte, sondern auch auf Chinesisch. Die meisten Taxifahrer dort können gar kein Englisch und wenn man denen die Adresse zeigt, dann lächeln sie nur freundlich und fahren einen irgendwohin. Dabei verständigen sie sich mit anderen Kollegen über Funk, über den einen Teil der Adresse die sie lesen konnten, wo denn diese sein mag. Nun fuhren wir schon eine ganze Weile vom Internationalen Flughafen ins Stadtzentrum und dachten nur, dass das Taxifahren wirklich sehr günstig ist, wenn wir für diese nun bald schon 40 minütige Fahrt nur umgerechnet ca EUR 0,30 bezahlten. Der Taxifahrer fragte trotz der Adresse auf Chinesisch noch zwei mal nach dem Weg (Beijing ist riiiieeeesig) und dann standen wir aber auch schon am Ziel. Ich händigte dem Fahrer einen 100 RMB Schein aus und wartete nun auf mein Wechselgeld. Er meinte zuerst der Rest sei Trinkgeld, aber gab mir dann schlussendlich 20 RMB zurück. Da ich den anfangs genannten Preis im Kopf hatte, war ich nicht ganz damit einverstanden und forderte weiteres Wechselgeld. Er fand es nicht ganz so lustig und fing an zu meckern (auf Chinesisch natürlich), aber gab mir weiteres Wechselgeld. In der Hoffnung, dass der Wachtposten der die Siedlung bewachte Englisch sprechen würde, fragte ich ihn um Hilfe, aber leider vergebens. Kurze Zeit später, als die Diskussionen immer noch andauerten, kam eine junge Frau und sie sprach Englisch. Sie klärte die Situation auf – die Fahrt vom Internationalen Flughafen in Beijing ins Zentrum würde ca 70 RMB kosten. Wir lachten alle laut und herzlich und sind dann ausgestiegen.

Beijing ist eine riesige Stadt, die man am besten zu Fuß erkundet; für die weiteren Strecken von einem Ende zum anderen eignen sich die Rikschas sehr gut, abeOLYMPUS DIGITAL CAMERAr auch die UBahn oder eben Taxis. Neben den berühmten Sehenswürdigkeiten wie der verbotenen Stadt, dem Himmelstempel, dem Konfuziustempel oder der Chinesischen Mauer, die man von dort aus sehr einfach anreisen kann (allerdings sollte man sich einer Gruppe anschliessen, einer der Treffpunkte ist am Holiday Inn Express Beijing Dongzhimen, No. 1 Chunxiu Road, Dongcheng District, 100027 Beijing, P.R. China, Telefon: 0086/10/64169999), hat Beijing sehr viel mehr zu bieten. Es hat fantastische Parks, in denen Menschen nicht nur Taichi machen sondern auch tanzen oder einfach singen. Die Chinesen geniessen das bisschen Leben, was sie ausserhalb der Arbeit haben, draussen in der Natur oder vor deOLYMPUS DIGITAL CAMERAr eigenen Haustür, indem sie diese sehr kommunikativ mit ihren Nachbarn beim Domino- oder Kartenspielen natürlich mit einem Becher
entweder Tee oder einfach nur heissem Wasser verbringen. Diese Parks sind wahre Oasen in Beijing, da dort die Luft ansonsten sehr verschmutzt ist und auch wenn die Sonne scheint, meint man es wäre neblig; es ist der Smog, der in der Luft hängt. Vermutlich deshalb haben die Bewohner von Beijing eine wirklich ekelige Angewohnheit – sie spucken überall hin, auOLYMPUS DIGITAL CAMERAs tiefsten Herzen. Während unseren ersten Tages dort war ich besorgt man würde mich anspucken, aber ich muss sagen es ist während unseren ganzen Aufenthaltes in China (man spuckt nicht nur dort!!!) nicht passiert. Kulinarisch findet ihr in Beijing einfach alles; aber man sollte sich eine leckere Pekingente nicht entgehen lassen. Am besten ist es im Voraus zu reservieren – man ißt sie mit sehr dünnen à la Pfannkuchen, aber aus salzigem Teig, legt dazu ein paar Stücke Lauchgemüse und Chikoree (alles roh), bestreicht alles mit einer süss-sauren braunen Soße, rollt alles mit dem Fleisch zusammen und geniesst dieses köstliche Gericht. Ich habe vorher niemals Ente gegessen, weil ich meinte ich mögte sie nicht – das hat sich geändert und ich bereite mittlerweile regelmäßig Pekingente daheim vor. Aber die beste gibt es beim JingZun Pekingduck Restaurant, No. 6 Building Nouth (Holiday Inn Express Opposite Chunxiu Road), Chaoyang District, Beijing, China, Reservierung unter: 0086/10/64174075.

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