Great Ocean Road

Am 2. Weihnachtstag habe ich 2016 etwas anderes gemacht, als beim Weihnachtsessen zu sitzen. Wir haben einen Tagesausflug zur Great Ocean Road gemacht. Die Great Ocean Road ist eine 243 km lange Straße, die entlang der australischen Südküste zwischen Torquay und Allansford ebenfalls im Bundesstaat Victoria verläuft. Sie gilt als die Route 1 von Kaliforninen und wurde als nationales Denkmal in die Australische Kulturerbeliste eingetragen.

Wenn man an der Great Ocean Road entlang fährt kommt man an Princess Highway Allansford, Peterborough, Port Campbell, Twelve Apostels, Princetown, Lavers Hill, Great Otway Nationalpark, Apollo Bay, Kennett River, Wye River, Lorne, Aireys, Anglesea and Torquay vorbei. Normalerweise fährt man diese Route andersherum, aber wir haben bei den Zwölf Aposteln angefangen, haben sie bei Geelong wieder verlassen und uns auf den Heimweg gemacht. Wenn man die Strecke mit dem Auto entlang fährt, ziehen die Bilder sehr schnell an einem vorbei. Man müsste überall anhalten, um die Ausblicke zu geniessen und Bilder zu schiessen. Wir haben aus zeitlichen Gründen die Aussichten aus dem Fenster genossen und haben nur hier und da angehalten, um die Meeresbrise zu riechen.

Noch bevor wir die Great Ocean Road erreichten, sind wir auf einer kurvigen Strasse durch den Otway Regenwald gefahren. Man hat ein wunderschönes Grün und tolles Vogelgezwitscher um sich herum während der Fahrt. Leider kommt man auch an Stellen vorbei, wo nur noch Skelette von Bäumen aus dem Boden rausragen. Höchstwahrscheinlich aufgrund von Umweltverschmutzung und Waldbränden kommt es zu diesem Baumsterben. Es sieht schrecklich aus, wenn lediglich die nackten Äste in die Höhe ragen; man schaut auf ein silbergraues Feld von toten Bäumen.

Zwischen diesen abgestorbenen Bäumen stehen aber noch solche, die blühen. Und wenn man beim Fahren ganz genau hinschaut, dann kann man in den Kronen wilde Koalas sehen. Wir hatten Glück und haben sie auch gesehen. Sie schlafen ja bekanntlich den ganzen Tag und bewegen sich nur wenig auf dem Baum rum, aber wenn man sich ihnen mit der Kamera nähert, dann scheinen sie das zu riechen und drehen einem ihre Schokoladenseite zu. Trotzdem sind sie niedlich zu betrachten und sehr süß.

Nach ca 2,5 Stunden Fahrt (inclusive Fotoshooting mit den Koalas ;-)), sind wir am National Marine Park angekommen, wo die Zwölf Aposteln stehen. Es handelt sich dabei um bis zu 60 m Kalkfelsen, die im Meer stehen. Entstanden sind sie durch das raue Klima im Zusammenspiel mit dem Ozean, das die Klippen immer mehr

unterspülte und so mit der Zeit Höhlen formte. Diese Höhlen wiederum sind nach und nach zusammengebrochen und die Säulen blieben stehen. Das raue Klima herrscht immer noch, so dass nach und nach immer wieder mal einer der Aposteln baden geht. Der letzte hat 2014 die Küste verlassen.

Der nächste Stopp ist am Cape Otway Leuchtturm. Es ist der ältesten noch erhaltenen Leuchtturm Australiens, der 1848 errichtet wurde, um den Schiffen aus Europa den Weg nach Melbourne zu weisen. Er ist 20 m hoch, seine Mauern sind aus Natursteinen errichtet worden und sie haben die Dicke einer Festungsmauer. Es ist der am längsten betriebene Leuchtturm Australiens (von den zwei insgesamt entlang der Hauptküstenlinie :-)).

Unter den vielen Orten entlang der Küste, hat jeder kleine Ort seinen eigenen Charm und eine fantastische Aussicht. Einen Stopp würde ich aber persönlich sehr empfehlen – am Anglesea Golf Club. Man könnte sicherlich hier auch eine Runde Golf spielen, aber wenn man abends bei Dämmerung hierhin kommt, dann sieht man keine Golfspieler mehr sondern wilde Kängurus, die gerade den Golfrasen zum Abendessen geniessen. Man kann sogar relativ nah an sie herantreten und Bilder machen. Wie man hierunter sieht, hatten wir Glück und konnten sogar Mamas mit ihren kleinen in Beuteln sehen. Ich bin mir nicht sicher, ob ich Koalas oder Kängurus süsser finde – Fakt ist, dass es ein unheimliches Vergnügen war, beide Tiere in wilder Umgebung zu sehen, anstatt in einem Zoo.

Dieser Tagesausflug war ein weiterer toller Tag mit YvoLex, reich an superschönen Aussichten, Eindrücken und Meeresbrise. Ich könnte mir vorstellen, dass man auf seinem Fahrrad eine Woche lang diese Strecke entlang fahren und so die einzelnen Orte aus einer langsameren Perspektive geniessen könnte. 🙂

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